Kinder und Jugend
Religiöse Sprache und Glaube sind kulturelle Ausdrücke. Da braucht es Anleitung, Sorgfalt und Respekt vor der Persönlichkeit der Kinder. Die Beziehung zu Gott bleibt auch für Erwachsene eine offene Figur: Sie ist nie abgeschlossen und muss eigentlich täglich – mit der Sinnfrage verknüpft – neu ‚geschaffen’ werden.
Anregungen zur religiösen Erziehung
Biblische Texte machen das eigene Leben ‚lesbar‘ und verstehbar: Kinder lernen eine Sprache für ihr Erleben kennen, können sich darin ausdrücken und finden sich damit in der grossen Geschichte Gottes mit uns Menschen zu Hause.– Welche Kinderbibeln (Textpräsentation und Bebilderung) eignen sich?
Für Unter- und Mittelstufe empfehlen wir:
Vreni Merz/Anita Kreituse, Grosse Bibel für kleine Leute, 2009 Kösel Verlag, München
Für Mittel- und Oberstufe:
Rainer Oberthür, Die Bibel für Kinder und alle im Haus, 2004 Kösel Verlag, München
Fiira mit de Chlina
Mit „Fiira mit de Chlina“ und dem „Gschichtazält“ im Chor der alten Silvaplaner Kirche bringen wir Kinder in Kontakt mit dem kirchlichen Raum. Sie entdecken ihn singend, tanzend, spielend. Erzählungen greifen ihre Alltagserfahrungen auf: Ängste, Freude, Traurigsein, Bedürfnis nach Zusammensein. Die Bewegung der Feiern ist immer vom Zweitakt „nach dem Leben suchen – nach Gott fragen“ bestimmt. Ein gemeinsames Essen vertieft das Gemeinschaftserleben. Rituell wird das Leben als eine grosse Einladung von Gott gedeutet, durch die niemand alleine bleibt. Das Leben ist wert gefeiert zu werden, weil Gott zu uns JA sagt.
Diese Haltung setzt sich später auch im Konfirmandenunterricht fort. Im Focus steht die Anleitung zur Findung eines eigenen Umgangs mit religiösen und Lebens-Fragen. In der Gruppe setzen wir uns mit unserer Glaubensüberlieferung auseinander. Alle Jahrgänger/-innen unserer Kirchgemeinde werden persönlich zu einem Info-Abend über das Konfirmanden-Jahr eingeladen. Jugendliche nehmen auf Grund einer schriftlich deklarierten Selbstverpflichtung am Unterricht teil.
Mit finanzieller Unterstützung der politischen Gemeinden und der röm.-kath. Kirchgemeinde und dank einem überkonfessionellen Leiterteam können wir alljährlich ein Sommerlager für Schüler/-innen der 1. bis zur 6. Primarklasse im Campo Pestalozzi in Arcegno (Tessin, www.campo-pestalozzi.ch) anbieten. Leitend sind dabei u.a. folgende Gedanken:
- Wir schaffen eine Atmosphäre der Verlässlichkeit.
- Wir achten auf die physische und psychische (seelische, religiöse, geistige) Integrität.
- Wir achten auf Grenzen. Auch auf die eigenen. Wir achten in der Begegnung auf Nähe und Distanz.
- Die vorgegebene Abhängigkeit verstärken wir nicht. Unsere Begleitung und Hilfestellungen fördern die Selbstkompetenz der Kinder (sich selber, der Mitwelt und der Umwelt gegenüber).
- Unsere Werte orientieren sich an christlichen Überzeugungen, wie sie sich auch im humanistischen und in unserer Gesellschaft verankerten Menschenbild spiegeln (Am DU ICH werden: Sinnbedürfnis, Selbständigkeit, Person-/Menschwerdung, Ganzheitlichkeit).
- Werte vermitteln wir dialogisch (im Gespräch, im Spiel, im gemeinsamen Erleben).
- Mit Informationen und Beobachtungen gehen wir innerhalb des Leiterteams vertraulich um. Gerade auch nach dem Lager!
In der Chesa Dmura in Silvaplana richten wir regelmässig das K!KiNO (Kinderkino) ein. Die Anlässe werden in der „Engadiner Post/Posta Ladina“ publiziert.






