St. Rochus, Champfèr

Kirche der Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr.

Hinweise:

Platzangebot Kirchenschiff, 90 Sitzplätze
  Chor, 25 Sitzplätze
  Stuhlreihe, 8 Sitzplätze
Reservation: Beim Pfarramt Silvaplana Kontaktformular.
Literaturnachweis: Dr.Luzi Dosch, Chur,Schreiben an die Kirchgemeinde, März 1991.
Arturo Reich, Chronik einer Gemeinde in Graubünden, 2002.
Hans Batz, Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden.
Jutta Kneule, „Orgeln im Engadin“, eine Orgeldiplomarbeit, Jahr 2000. 

Aussenaufnahmen: Flüelaverlag, Samedan.
Innenaufnahmen: Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr. 

Baugeschichtliches:

Erbaut nach Erwin Poeschel, 1521. Einwölbung von Chor und Schiff im 16. Jahrhundert. 1878 Renovation der Kirche und Bau des Kirchturms. 1951, Einbau der Empore und des Windfangs. Zugleich wurden in der hinteren Chorwand drei neue Fenster mit Glasbildern von Ernst Rinderspacher eingesetzt.
Der Turm hat zwei Glocken in den Tonarten f` und dis`. Bis 1972 wurden die Glocken von Hand geläutet.

Innenraum:

Die Kirche St. Rochus stellt ein schönes Beispiel eines einfachen protestantischen Kirchenraums dar. Der Raum lebt von der Zwiesprache zwischen dem weissen Gewölbe und den Holzteilen des Täfers, der polygonalen Kanzel, des schlichten Tauftisches und des Gestühls. Wie Schmucksteine wirken die kleinen Glasbilder von Ernst Rinderspacher (1879 – 1949), die im lichten Raum als einzige farbige Akzente anklingen.

Orgel:

Erbauer und Baujahr der Orgel sind unbekannt. Die Verwendung von Eichenholz für das Gehäuse und dessen polygonal geknickter Mittelteil deuten auf eine nicht alpenländische Herkunft hin. 1930 Versetzung der Orgel in die Kirche Champfèr.
1981 Rekonstruktion und Erneuerung der Brüstungsorgel durch die Orgelbaufirma Kuhn aus Männedorf.

Ein Manual, fünf Register, elektrischer Antrieb mit mechanischer Traktur.

Disposition: Manual c – d3
  Gedeckt 8`
  Principal 4`
  Flöte 4`
  Octave 2`
  Cymbel 1`