Sta. Margareta in Fex Crasta, Sils i. E. / Segl

Kirche der Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr.

Platzangebot:
Kirchenschiff 40 Sitzplätze.
Empore         10 Sitzplätze.
Kirchenschiff 40 Sitzplätze.
Empore 10 Sitzplätze.
Geläute: Es muss mit einem Strick von Hand geläutet werden.
Erreichbarkeit: Mit der Pferdekutsche ca. 45 Minuten oder zu Fuss ca. 1 Stunde.
Für das Fextal besteht ein Autofahrverbot!
  Zum Schutz der Fresken wird die Kirche Fex nicht geheizt!
Es wird gebeten, im Innenraum nicht mit Blitzlicht zu fotografieren.
  Die Kunsthistorikerin Ludmila Seifert-Uherkovich hat im Auftrag der Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr einen Kunstführer über die Kirche Fex Crasta verfasst, der von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) herausgegeben worden ist. Zu beziehen bei Sils Tourismus, 7514 Sils.
Reservation: Beim Pfarramt Silvaplana Kontaktformular.

Baugeschichtliches:

Wegen seiner typisch romanischen Gestalt wurde die Fexer Kirche lange Zeit ins 11./12. Jahrhundert datiert. Tatsächlich aber dürfte sie erst um 1500 errichtet worden sein. Erwähnt wird sie erstmals 1506 als ein der hl. Margareta geweihtes Gotteshaus. Einfacher Rechteckbau mit halbrundem Chor und einem gemauertem Glockenjoch über der Südostfront, dessen barocke Gestalt von einer Erhöhung im 17. Jahrhundert herrührt. Die gemauerte Umfriedung der Kirche entstand mit der Anlage eines Friedhofs in nachreformatorischer Zeit.

Innenraum:

Einfacher Saalbau mit flachgedecktem rechteckigem Schiff und kalottengewölbter Apsis. Im Chorbereich Fresken oberitalienischer Art von 1511. Die Empore wurde laut Inschrift 1665 eingebaut, aus dem 17. Jahrhundert stammt auch die Leistendecke über dem Schiff. Einfache polygonale Kanzel von 1721. Glasfenster "Beweinung Christi"
von Ernst Rinderspacher, 1879–1949. Brüstungsorgel auf der Empore 1981 (Orgelbau Felsberg).

Orgel:

Ein Manual, ohne Pedal, vier Register Umfang C – f``` mit mechanischer Traktur. Das Instrument hat keinen Motor. Der Balg muss vom Organisten mittels eines Trittes bedient werden.

Disposition: Cuverna 8`
  Flöta da channa 4`
  Principal 2`
  Quinta minor  

Literaturnachweis: Erwin Poeschel, „Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band III, 1940“. Ludmila Seifert-Uherkovich, "Die Bergkirche von Fex Crasta", GSK Bern, 2009
Jutta Kneule, „Orgeln im Engadin“, eine Orgeldiplomarbeit, Jahr 2000

Aussenaufnahmen: Flüelaverlag, Samedan.
Innenaufnahmen: Archäologischer Dienst Graubünden, Martina Bisaz, Ralph Feiner, Malans.

Literaturhinweis: Dieter Matti