St. Michael, Sils-Maria

Kirche der Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr.

Hinweise:

Die Kirche im Dorfzentrum von Sils-Maria gehört der Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/ Champfèr. Mit der politischen Gemeinde Sils i. E. / Segl besteht ein Reglement für die Nutzung des Kirchenraumes durch Veranstaltungen von Sils Tourismus.

Reservation:

Reservationsgesuche für die Benützung der Kirche für Konzerte etc. sind an Sils Tourismus zu richten.
Für kirchliche Feiern beim Pfarramt Silvaplana Kontaktformular

Platzangebot: 140 Sitzplätze.
Literaturnachweis: Erwin Poeschel, „Kulturdenkmäler des Kantons Graubünden“.
Jutta Kneule, „Orgeln im Engadin“, eine Orgeldiplomarbeit, Jahr 2000. 

Aussenaufnahmen: Flüelaverlag, Samedan
Innenaufnahmen: Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr. 

Baugeschichtliches:

Die evangelische Kirche mit dem schlichten rechteckigen Saal wird im Jahre 1597 als eine der ersten protestantischen Kirchenbauten Graubündens neu errichtet. 1764 wird die Kirche renoviert und im Jahre 1909 / 1910 findet eine vollständige Umgestaltung des Innenraumes statt, bei der auch die Flachdecke, ein gemauerter Chorraum und darüber die Orgelempore entsteht. Im selben Jahr liefert die Orgelbaufirma Kuhn, Männedorf, die erste Orgel für diese Kirche. Eine weitere Veränderung erfährt der Kirchenraum anlässlich der Sanierung des Heizsystems im Jahre 2001.
Im Turm hat es drei Glocken in den Tonarten: g`, e` und a``.

Innenraum:

Rechteckiger Saalbau bestehend aus dem Kirchenschiff, dem Chor, der Empore, sowie links und rechts je ein Sakristeiraum. Die Chorwand ist mit Ornamenten und den Aposteln Johannes und Paulus bemalt.
Die Einrichtung besteht aus der Kanzel aus dem Jahre 1764, einem Predigerstuhl, dem Tauftisch und einer Klage- und Jubelmauer. Unter der Kanzel ist ebenfalls ein Mauerteil für das Anzünden von Dankes- und Erinnerungskerzen aufgeschichtet. Die Bestuhlung kann je nach Anlass individuell genutzt werden.

Die Orgel:

Die erste Orgel war ein zweimanualiges Instrument mit sechs Registern und einem Transmissionsregister. 1974 wurde die Orgel durch einen Neubau ersetzt. Bei diesem Instrument handelt es sich um die einzige Orgel im Engadin, die ein Rückpositiv besitzt.
Ausrüstung: Spieltisch mit zwei Manualen, Pedalen, 13 Register, Koppeln und mechanische Traktur.

Disposition:

Manual II (C – g```), Hauptwerk Manual I (C – g```), Rückpositiv Pedal (C – f`)
Rohrflöte 8` Gedeckt 8` Subbass 16`
Principal 4` Blockflöte 4` Octav 8`
Hohlflöte 4` Principal 2` Holzposaune 8`
Schwegel 2` Sesquialtera 2 2/3`+1 3/5` (ab c)    
Mixtur 1 1/3` Quint 1 1/3`    
    Tremulant