Sta. Maria, Silvaplana

Kirche der Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr.

Hinweise:

Platzangebot: Kirchenschiff, 160 Sitzplätze
Chor, 40 Sitzplätze
Stuhlreihen, 20 Sitzplätze 
Reservation: Beim Pfarramt Silvaplana Kontaktformular.
Literaturnachweis: Arturo Reich, Chronik einer Gemeinde in Graubünden, 2002.
Marcella Maier, Restaurierung der Kirche Silvaplana,1975.
Jutta Kneule, „Orgeln im Engadin“, eine Orgeldiplomarbeit, Jahr 2000. 

Aussenaufnahmen: Flüelaverlag, Samedan.
Innenaufnahmen: Evang.-ref. Kirchgemeinde Sils/Silvaplana/Champfèr. 

Baugeschichtliches:

Erstmals erwähnt wird die Kirche Sta. Maria nach Erwin Poeschel im Jahre 1356. Archäologische Ausgrabungen in den Jahren 1974/1975 belegen einen älteren Kirchenbau mit Grabanlage aus dem 11. Jahrhundert.
1491 Neubau des Chores und etwas später Einwölbung des Kirchenschiffes. Eine umfassende Renovierung der Kirche, 1974/75, führte zu dem heutigen Aussehen des Kirchenraumes. Kulturhistorisch wertvoller Kirchenbau im gotischen Stil. Einzige gotische Kirche im Oberengadin. Der Turm hat drei Glocken in den Tonarten: e`, gis`, und h`.

Innenraum:

Chor mit Taufstein, polygonaler Kanzel und im Boden eingelassene Grabplatten. An der Rückseite des Chores rundes Fenster mit Glasmalerei von Ernst Rinderspacher (1879 –1949), die Kreuzigung Christi darstellend. .
Chor und Kirchenschiff mit Kreuzgewölbe und mit Butzen verglasten Spitzbogenfenster. An der Nordwand, Wandbild von einer oberitaliensichen Künstlerwerkstatt erstellt, die wahrscheinlich auch die Wandmalereien der Kirche im Fextal gestaltet hat.
Auf der Empore, Metzler Orgel von 1906, revidiert 1988 durch die Orgelbaufirma Kuhn aus Männedorf.

Wandbild:

Das Wandbild zeigt rechts die hl. Barbara mit Kelch, links davon sitzend die hl. Anna selbdritt und neben ihr stehend die hl. Magdalena. In der linken Bildhälfte ist ein von einem scheuenden Pferd abgeworfener Reiter zu sehen, der mit gefalteten Händen zu der in den Wolken erscheinenden Muttergottes emporblickt. Links des Pferdes zwei Frauen, oben ein Wappen mit einem Sternsymbol.
Man geht davon aus, dass die Wandmalerei um das Jahr 1500 erstellt wurde und dass es sich um ein Votivbild handelt. Siehe Wandmalerei in der Kirche Fex.

Die Orgel:

Neugotisches Gehäuse, Spieltisch mit zwei Manualen, Pedalen, 15 Register und einer mechanischen Traktur. Manual- und Pedalumfang von C – g```bzw. C – f`.

Disposition:

Manual I (C – g```) Manual II (C – g```) Pedal (C – f`)
Principal 8` Gedackt 8` Subbass 16`
Flöte 8` Salicional 8` Flötenprincipal  8`
Gamba 8` Flöte 4` Posaune  8`
Octave 4` Quinte 2 2/3`     
Flöte 4` alternierend Waldflöte 2`    
Superoctave 2` Terz 1 3/5`     
Mixtur 2f 1 1/3`